Unser zweites Experteninterview haben wir mit Frank Leistner, Chief Knowledge Officer, geführt. Er leitet seit mehr als 15 Jahren globale Wissensmanagement-Projekte bei SAS, einem Anbieter von Business Analytics Software.
Darüber hinaus ist er Autor von „Mastering Organizational Knowledge Flow – How to Make Knowledge Sharing Work“ und arbeitet aktuell an einem neuen Buch über „Knowledge Flows and Enterprise Social Media“, das voraussichtlich im nächsten Jahr erscheint.
Für ihn sind bei der Einführung und dem Management von Wissensarbeit(ern) die folgenden Aspekte entscheidend:
Die Einbindung im Unternehmen
- Information ist nicht gleich Wissen, Information kann in Datenbanken gehalten werden, ersetzt aber nicht den kommunikativen Austausch der Wissensarbeiter
- Unternehmen dürfen Wissensmanagement daher nicht ausschließlich als technischen, zeitlich befristeten Prozess begreifen
- Vielmehr handelt es sich um eine strategische Entscheidung, die vom Top-Management gewollt und vermittelt werden muss
Freiheit und Rahmen für die Wissensarbeiter
- Wissensarbeiter benötigen die Gelegenheit, sich auszutauschen und zu vernetzen, auch und gerade unter Einbeziehung von Social Media-Technologien
- Die Unternehmenskultur muss sich dem veränderten Umgang und Austausch der Wissensarbeiter anpassen, Mitarbeiter erhalten mehr Freiheit und Verantwortung in ihrem Bereich
- Damit ist keine grenzenlose Freiheit gemeint, wichtig ist, den Rahmen abzustecken und eindeutig zu kommunizieren






Toller Inhalt! Das mit “Transparenz zulassen” finde ich besonders wichtig. Ich erlebe die Transparenz als Erfolgsfaktor Nr. 1. Leider sind nur sehr wenige Führungskräfte bereit die Transparenz über den Zustand der Knowledege-Assets an den Tag zu legen. Begründet wird es etwa durch Datenschutz im Personalbereich, aber der eigentliche Grund liegt ganz wo anders…